Körperliche Fitness und geistiger Ausgleich ...

Hankido-Hapkido und mehr ...

 

Hankido und Hapkido unterscheiden sich vor allem darin, dass das hankido vielmehr eine einheimische und für Korea typische Kampfkunst ist als hapkido. Außerdem haben die Prinzipien des Won, Yu und Hwa (Kreis-, Fluss- und Energieprinzip) im hankido eine größere Bedeutung und werden deutlich hervorgehoben. Um dem hankidoin (Ausübender des hankido) mehr Einsicht in diese Prinzipien zu geben, gibt es drei Übungen, die sie trainieren können, die zusammenfassend als „Sam Dae Wolly“ bezeichnet werden. Die Übung, die das Kreisprinzip verkörpert, ist das „Jeon Hwan Bub“; das Flussprinzip wird mit Hilfe des „Young Nyu Bub“ trainiert und das „Shim Hwa Bub“ repräsentiert des Energie-Prinzip.

 

Hankido hat einige sehr spezielle Charakteristika, die es wirklich zu einer einzigartigen Kampfkunst machen. Das vermutlich spezifischste Kennzeichen ist das sogenannte „Mu Ye Do Bub“ oder „getanztes Hapkido“. Im „Mu Ye Do Bub“ werden die 12 Basistechniken des Hankidos in einer Art Tanz ausgeführt; Myung Jae Nam war nämlich nicht nur ein großartiger Meister der Kampfkünste sondern auch ein ausgezeichneter Tänzer. Mit der Kombination von Tanz und Kampfkunst hoffte er, hankido erfolgreicher und leichter erlernbar zu machen. Er glaubte, dass man das Prinzip der Basistechniken besser verstehen kann, wenn man sie in der entspannten Form des Tanzens lernt und übt.

 

 

Auch im Vergleich zum zweiten Basispfeiler des hankido, dem aikido, lassen sich Unterschiede finden, wobei der Hauptunterschied wohl darin besteht, dass die Techniken im hankido in der Regel zu Ende geführt werden, im aikido der Angreifer jedoch laufen gelassen wird. Hankidoin trainieren außerdem auch eine Reihe von Tritten, was von einer koreanischen Kampfkunst eigentlich auch zu erwarten ist.

Techniken des hankido

 

Neben den bereits erwähnten Besonderheiten ist ein weiterer einzigartiger Aspekt des hankido der, das es aus 12 Basis-Techniken (ho shin ki) besteht, die mit insgesamt 24 Atemübungen verbunden sind:


12 passive = gymnastische Übungen, die für den Angreifer sind und als „Techniken der Erde“ (Ji Ki Bub) bezeichnet werden und

12 aktive = Übungen des Ki’s, die für den Verteidiger sind und als „Techniken des Himmels“ (Chun Ki Bub) bezeichnet werden.

Himmel und Erde sind die Gegensätze, die durch das chinesische Um (Yin) und Yang symbolisiert werden.

Die Namen der 12 Basistechniken, auf denen das hankido aufgebaut ist:

Kwan Jul Ki Bub

Chi Ki Bub

Sib Ja Ki Bub

Nae Wae Ki Bub

Kyeo Rang Ki Bub

Mok Kama Bub

Mok Keokki Bub

Oh Kae Too Bub

Joon Pal Too Bub

Hwae Jaon Too Bub

Pal Mok Ki Bub

Pal Bae Ki Bub

Selbstverständlich gibt es im hankido mehr als nur diese 12 Techniken, aber diese stellen die stabile Basis für jeden Hankidoin dar. Dabei gilt stets der Leitsatz: „es ist besser, eine Technik 1000mal zu trainieren, als 1000 Techniken nur einmalig zu trainieren“. 

Das hankido, welches von allen Hankido-Lehrern gelehrt wird, unterteilt das hankido in 8 Disziplinen (Richtungen):
 

Ho Shin Do Bub (Selbstverteidigung)
 

Moo Ye Do Bub (Dreh- und Rotationsbewegungen)
 

Su Jok Do Bub (Schlag-Techniken)
 

Kyuk Ki Do Bub (Box-Techniken)
 

Ki Hap Do Bub (Entwicklung der inneren Kraft - Ki)
 

Byung Sool Do Bub (Der Gebrauch von Waffen)
 

Su Chim Do Bub (Druckpunkttechniken)
 

Hwang Sang Do Bub (Visualisierungs- und Atem-Techniken)


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