2016 - Erfolgreiche EuropaDanPrüfung an der Bundesakademie in Leverkusen

Samstag 12. November 2016

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Bericht zur Hapkido Dan-Prüfung 2016

 

Am Samstag, den 12.November 2016, stellten sich insgesamt acht Schüler der Bundesakademie koreanischer Kampfkünste Leverkusen den Prüfungsaufgaben von Großmeister Seo, Myung Soo, 9. Dan Hapkido, 9. Dan Hanguldo, der extra zu diesem Anlass in die Akademie von Großmeister Gerhard E. Hermanski, 8. Dan Hapkido, 5. Dan Hanguldo, angereist war.

 

Bei einer traditionellen Teezeremonie am Morgen bereiteten sich die Prüflinge konzentriert auf ihre potentiellen Aufgaben vor und spielten mental mögliche kommende Situationen durch. Als die letzten Schlucke Tee getrunken waren, verteilte Großmeister Hermanski an jeden Prüfling ein Ginko-Blatt von einem Baum aus seinem Garten: „So wie der Ginko – als Urbaum – für den Übergang vom Nadel- zum Laubbaum steht“, erklärte er in ruhigem Tonfall, um die spürbare Anspannung der aufgeregten Schüler zu mildern, „so steht auch die Dan-Prüfung für einen entscheidenden Schritt auf dem Weg vom Schüler zum Meister.“

 

Den Auftakt der Dan-Prüfung bestritten zwei Schüler, die als höchstgraduierte Farbgurte aus dem fortgeschrittenen Training der Erwachsenen zum ersten Mal dem koreanischen Großmeister als Prüfer gegenüber standen. Sie demonstrierten ihre Basistechniken, zeigten ihre Selbstverteidigungskünste, ihre Fallschule und wurden in ihrem Theoriewissen geprüft. Die Kandidatin zum zweiten Dan ergänzte die Eindrücke der Prüfung damit, dass sie zeigte, dass die Kenntnis einer Technik über das tatsächliche „Können“ einer Technik übertroffen wird und rundete mit einer spektakulären Poomse (Form) ihre Prüfungsleistung ab.

 

Anschließend traten zwei Meisterschüler ihre bislang anspruchsvollste Hapkido-Prüfung an. An den Grenzen der Kondition den Überblick zu bewahren und sich gegen mehrere gleichzeitige Angreifer oder mit Stöcken bewaffnete Gegner behaupten zu können, sollte Kernteil ihrer Prüfung sein, die sie beide souverän meisterten. Den Abschluss der bisherigen Prüfungen bildete der Bruchtest.

 

Ob Kampfkunstneuling oder erfahrener Kampfkünstler – jeder kennt den Bruchtest, bei dem ein Kampfkunstübender die Qualität seiner Techniken demonstriert. Ein wahrer Großmeister vermag, durch das stellen hoher Erwartungen unter Nutzung von Strenge und Vertrauen, einen jeden Schüler zum rechten Zeitpunkt über seine eigenen Grenzen hinweg zu helfen. Wer eine solche Situation noch nie erlebt hat, sollte über einen Besuch in der Bundesakademie koreanischer Kampfkünste nachdenken. Ein solcher Moment ist für jeden Anwesenden beeindruckend und für den Betroffenen selbst ein Beweis dafür, dass er viel mehr kann, als er sich selbst zugetraut hätte.

 

Als Meister lernt man, das Wort „Grenzen“ zu hinterfragen und aufzuteilen in tatsächliche physische Grenzen, wie beispielsweise Knieverletzungen, die einem am Springen hindern, sowie jene Grenzen, die man sich selbst in seinem Alltag auferlegt. Grenzen, die gar nicht wirklich da sind, sondern die man sich einredet. So wuchsen in der heutigen Dan-Prüfung einige Schüler über sich hinaus, als sie anspruchsvolle Aufgaben meisterten und die technische Reife ihrer Fußtechniken an Bruchtests demonstrierten, die sie sich selbst nie zugetraut hätten.

 

Im finalen Teil des Prüfungstages sollten drei Meisterschüler eine gleichermaßen für Neulinge wie für Meister spannende und dabei alle Elemente des Hankido-Hapkido umfassende Demonstration vorführen. Teile des Darbietungsspektrums zeigten harte Fußtechniken in der Verteidigung gegen mehrere gleichzeitige Angreifer, fließende Hankido-Techniken, die die Energie des Angreifenden effizient an diesen zurück leiteten, spektakuläre Fallschultechniken sowie Methoden der Kampfkunst-Didaktik, die mit einer Gruppe von Kindern in integrierten Mini-Demonstrationen präsentiert wurden, indem pädagogisch ausgereifte Übungen zum Erlernen komplexer Fall- und Verteidigungstechniken gezeigt wurden.

 

Schlussendlich deuteten Großmeister Seo, Myung Soos durchweg positive Äußerungen zur Prüfung einen eindeutigen Weg an: Weitermachen, diszipliniert trainieren und jungen Schülern genau das beibringen, was die acht Meisterschüler in ihrer Prüfung gezeigt haben: „Damit die hohe Qualität, in der ihr das Hankido-Hapkido von Großmeister Hermanski und Großmeister Blokesch gelernt habt, an künftige Generationen weitergetragen wird.“

 

Nachdem Großmeister Seo, Myung Soo allen Prüfungsteilnehmern zur bestandenen Prüfung gratuliert hatte, hielt er plötzlich eine Urkunde in der Hand und teilte mit, dass der heutige Prüfungstag den besonderen Rahmen biete, um eine weitere Gratulation auszusprechen. An Großmeister Hermanski gewandt tat er seine Wertschätzung über dessen Engagement rund um die Kampfkünste, die Qualität und Nachhaltigkeit seiner Lehre und über seine einzigartige Meisterlichkeit, die es ermöglicht, dass derart viele hochgraduierte Meisterschüler und Meister seit so vielen Jahren in der Bundesakademie koreanischer Kampfkünste in Leverkusen lernen und lehren, kund. Großmeister Seo, Myung Soos Rede gipfelte in der Bekanntgabe, dass Großmeister Gerhard E. Hermanski in diesem Jahr seine Prüfungsleistungen zum 8. Dan Hankido-Hapkido erfolgreich absolviert hat und die Bundesakademie koreanischer Kampfkünste damit von heute an vom höchstgraduierten Hankido-Hapkido-Meister Deutschlands geleitet wird.

 

Herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Prüfung.

Vorname, Namen Dan-Grad Schwarzgurt

Tatjana Schuller

zum 1. Dan Schwarzgurt
Lucas Wilk zum 1. Dan Schwarzgurt
Eileen Komsthöft zum 2. Dan Schwarzgurt
Tobias Reips zum 3. Dan Schwarzgurt
Thomas Schuller zum 3. Dan Schwarzgurt
Paula Schäfer zum 4. Dan Schwarzgurt
Florian Schneider zum 4. Dan Schwarzgurt
Tanja Knaup zum 4. Dan Schwarzgurt

 

Seinen Abschluss fand der Prüfungstag im Restaurant „Kleiner Muck“, wo der Erfolg gemeinsam gefeiert und asiatisch gegessen und getrunken wurde.

 

Pressebeirat

der Bundesakademie

koreanischer Kampfkünste


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